[Jakobsweg] Camino Francés - Stempel

Bildband

Camino Francés >> Deutsch >> Jakobsweg >> Bildband >> Index

Entstehungsgeschichte

Im Juni 2007 bin ich selbst den Jakobsweg gegangen und mit bleibenden Eindrücken und Erinnerungen, vielen Fotos, neuen Ideen und Herausforderungen zurückgekommen. Freunde haben mich darin bestärkt, einen Bildband darüber zu erstellen. Fast ein Jahr lang habe ich daran gearbeitet und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Der Bildband besticht durch seine Klarheit und Übersichtlichkeit. Jeglicher Schnickschnack ist weggelassen worden, denn dies passt nicht zum Jakobsweg. Getragen wird er von den vielen schönen Bildern.

Leserstimmen [1/2]

"Es ist ein brillantes Buch mit eindrucksvollen Texten und wunderbaren Fotos, ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, staunt, sich freut... ein Buch, das anrührt! Ich gratuliere Ihnen zu diesem tollen Werk!" I. L. (31.01.2009)

Leserstimmen [2/2]

"Es hat viel Spaß gemacht, Ihrer heiteren und beschwingten Art zu folgen und die kleinen, alltäglichen und unspektakulären Perlen am Wegesrand nachzuempfinden. Es tut gut zu sehen, dass es neben der sehr aufwändigen, teuren und auftrumpfenden Reisefotografie - etwa in GEO und den GEO-Kalendern - auch so geht, für mich wahrhaftiger, stimmiger." W. R. (20.10.2008)

888 Kilometer in 88 Stufen: Weyhäuser auf dem Jakobsweg

Stefan Selle dokumentiert Freuden und Leiden des Pilgeralltags

"Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt." Dieses chinesische Sprichwort hat der gebürtige Weyhäuser Stefan Selle seinem Buch "Camino Francés - 888 Kilometer in 88 Stufen" vorangestellt. Es passt nicht nur zum Jakobsweg nach Santiago de Compostela, den Selle in seinem Bildband dokumentiert, sondern auch zu seinem Lebensweg und zur Entstehung dieses Buches.

Selle, der in Weyhausen groß geworden ist und dessen Eltern und Schwester noch im Boldecker Land leben, ist den Camino Francés von Mai bis Juli 2007 gelaufen. Anlass war der Wunsch nach Veränderung: Nach sieben Jahren als Projektleiter und Softwareentwickler eines mittelständischen Unternehmens in Mannheim wollte er sich auf dem Weg Gedanken über seine berufliche Zukunft machen. Herausgekommen sind ein Ruf als Professor für Wirtschaftsinformatik an die Universität Saarbrücken(*) und der Bildband. "Den haben mir meine Freunde vorgeschlagen, nachdem sie die Fotos gesehen hatten", sagt er.

Ein Bildband lebt durch die Fotos. Dieser Bildband aber nur auf dem ersten Blick: Zwar nehmen die Ansichten der Landschaften gefangen, amüsiert das Foto von den Wanderschuhen in der Herberge, lässt der Blick in den Schlafsaal die Härte des Pilgerlebens erahnen. Aber auch die Texte machen das Buch lesenswert.

Stefan Selle, Jahrgang 1968, nimmt den Leser mit auf seine Wanderung. Er schildert die Freuden und Leiden des Pilgeralltags, berichtet von seinem Ruf nach Saarbrücken und beschreibt Menschen, Landschaften und Orte.

Das Buch ist klar strukturiert: Jedem der 88 Schritte - die nicht mit Tagesetappen identisch sind - ist eine Doppelseite gewidmet. Zusätzlich zu dem ganzseitigen Foto gibt es eine Landkarte, den Stempel einer Pilgerherberge oder ein Zitat wie "Nicht in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein" von Friedrich Schiller. Und Selles Text. Wer sich für das Buch interessiert, erfährt mehr im Internet unter www.camino-frances.com.

Christina Rudert, Aller-Zeitung, 23. September 2008.

(*) Anmerkung / Korrektur: Hier handelt es sich nicht um die Universität des Saarlandes sondern um die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes.

Ein Wolfsburger schreibt über den Camino Francés

Wir freuen uns immer, wenn Wolfsburger Autoren uns ein oder mehrere Exemplare ihrer Werke zur Verfügung stellen. So geschehen Ende 2008, als wir in der Schulbibliothek Fallersleben überraschend einen wunderschönen Bildband über den Jakobsweg geschenkt bekamen. Autor und Fotograf ist der ehemalige Fallersleber Gymnasiast Stefan Selle, der den Jakobsweg 2007 ging. Bei seinem Buch handelt es sich nicht um einen Reisefuehrer mit praktischen Tipps, es soll eher zum Fragenstellen und Nachdenken anregen. Dabei kann es durchaus komisch sein. So schreibt Selle beispielsweise ueber einen Schlafsaal für 150 Pilger: Glücklich und müde lege ich mich auf mein Etagenbett. Das abwechslungsreiche Schnarchkonzert raubt mir jedoch den Schlaf.

Selle besuchte das Gymnasium Fallersleben bis zu seinem Abitur 1988 (aus dem Abibuch: Während der Abi-Klausuren faszinierte uns Stefan mit seiner ungeheuren Schreibwut...) und arbeitet heute als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken. Den Ruf dorthin bekam er während seiner Pilgerreise: Somit wurde sein Wunsch nach Veränderung (der Beweggrund seiner Wanderung) erfüllt.

Er selbst sagt über sein Buch: - Der Bildband besticht durch seine Klarheit und Übersichtlichkeit. Jeglicher Schnickschnack ist weggelassen worden, denn dies passt nicht zum Jakobsweg. - Übrigens kommt auch das Gymnasium Fallersleben indirekt im Buch vor: - Die Matratzen erinnern mich sehr an den Sportunterricht in der Schule. - Ich finde diesen Bildband sehr stimmungsvoll. Man bekommt direkt Lust, sich selbst auf den Weg zu machen.

Maike Tschorsnig, Newsletter der Stadtbibliothek Wolfsburg, 5/2009, 4. Mai 2009

Zu Fuß in ein neues Leben

Stefan Selle legt einen Bildband mit persönlichen Eindrücken vom Jakobsweg vor

Wie beeindruckend der Jakobsweg ist, zeigt Stefan Selle, studierter Physiker, in einem Bildband. Der Weg veränderte auch sein Leben: Sieben Jahre hatte er als IT-Berater in Mannheim gearbeitet, bis er 2007 beschloss, zu kündigen, um sich beim Pilgern über seine Zukunft klar zu werden. Heute lehrt er an der HTW in Saarbrücken.

"Ich hatte den dringenden Wunsch nach Veränderung, und Abenteuerlust kam auch dazu. Deshalb hatte ich bei meinem Entschluss, meine Arbeit als IT-Berater in Mannheim zu kündigen, auch keine Zweifel", erzählt Stefan Selle, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Am 30. Mai vor zwei Jahren ist der gebürtige Wolfsburger losgezogen, um den bekanntesten aller Jakobswege, den etwa 888 Kilometer langen Camino Francés von Saint-Jean-Pied-de-Port bis zum spanischen Santiago de Compostela pilgern. "Ein wenig Wandererfahrung hatte ich bereits, aber geschockt waren meine Freunde von der Idee trotzdem", erinnert sich der 40-Jährige. Knapp einen Monat sei er mit wenig Ausrüstung und vor allem ohne Handy durch malerische Grenzstädtchen am Fuße der Pyrenäen und autonome Regionen im Norden Spaniens gewandert. Oft lief er bestimmte Passagen des Weges bewusst alleine. Ziel der Reise war ja schließlich, sich über die berufliche Zukunft klar zu werden.

"Am zehnten Tag habe ich in Santo Domingo de la Calzada Siesta auf einer Bank gemacht und ein paar einheimischen Schulkindern ein paar Worte Deutsch beigebracht. Diese Erfahrung hat mich den Entschluss fassen lassen, den Lehrberuf zu ergreifen", erinnert er sich, "Für mich war es Schicksal, dass ich noch auf der Reise, dank einiger modernerer Herbergen, wenige Tage später per E-Mail, eine Zusage von der HTW in Saarbrücken bekam." Nicht nur in dieser Hinsicht sei der Jakobsweg ein lebensverändernder Weg gewesen. Durch die extrem bescheidene Ausrüstung lerne man, Kleinigkeiten mehr zu schätzen, und im "Hier und Jetzt" zu leben.

Die traumhafte Landschaft inspirierte den Professor dazu die schönsten, seiner über 1000 Reisefotos und die alltäglichen, lebensnahmen Erlebnisse eines Pilgers in einem Bildband zusammenzufassen.

Sarah Tschanun, Saarbrücker Zeitung, 22. Juni 2009